Dissertationsprojekte im Doc-Netzwerk

Im Doc-Netzwerk diskutieren Doktorand*innen ihre theaterhistoriografischen Projekte. Sie erhalten Raum für inhaltlichen Austausch und Vernetzung. Die Treffen des Netzwerks werden gefördert von der Gesellschaft für Theatergeschichte e.V.

Untenstehend gelistet sind Dissertationsprojekte zum Stand ihrer Diskussion in der Arbeitsgruppe.

  • Die Schweiz als Theater-, Asyl-, und Transitland. Theaterwissenschaftliche Netzwerke zwischen 1933 und 1945

    • Forscher*in: Mena Taverna
    • Institution: Universität Bern
    • Betreuer*in(nen): Prof. Dr. Beate Hochholdinger-Reiterer

    Das Dissertationsvorhaben befasst sich mit der Fachgeschichte der Theaterwissenschaft der Schweiz im Zeitraum des Nationalsozialismus (1933-1945). Dabei werden die Voraussetzungen verschiedener theaterwissenschaftlicher Netzwerke in der Schweiz beleuchtet und in einen gesamtschweizerischen Kontext gesetzt. Es wird die teilweise auch antisemitisch geprägte kulturpolitische Landschaft der Schweiz betrachtet, die dort die Versuche einer Institutionalisierung der Theaterwissenschaft beeinflussten. Des Weiteren wird die Flüchtlingspolitik der Schweiz dargelegt und darin die strengen Regelungen, denen sich Theaterwissenschaftler*innen auf der Flucht unterstellen mussten. Herauszuarbeiten, was dies für ihre akademische Karriere und wissenschaftliche Arbeit bedeutete, ist Teil des Dissertationsvorhabens.

    Mena Taverna studierte Theaterwissenschaft, Germanistik und Englisch an der Universität Bern. Von 2020 bis 2024 war they am Institut für Theaterwissenschaft als Hilfswissenschaftler*in angestellt. They doktoriert im SNF-geförderten Forschungsprojekt SNF-/FWF-Forschungsprojekt „History of Theatre Studies – Swiss/Austrian Networks and Contexts“ an der Universität Bern.


  • Die Internationalisierung der deutschsprachigen Theaterwissenschaft im Kalten Krieg. Akteur*innen und NS-Kontinuitäten in der International Federation for Theatre Research

    • Forscher*in: Theresa Schwarzkopf
    • Institution: Universität Bern
    • Betreuer*in(nen): Prof. Dr. Beate Hochholdinger-Reiterer, Prof. Dr. Jan Lazardzig

    Meine Dissertation untersucht institutionskritisch die Rolle internationaler Netzwerke für die Entwicklung der deutschsprachigen Theaterwissenschaft in der Schweiz, Österreich, Deutschland und im Exil. Im Zentrum steht die International Federation for Theatre Research (IFTR) als Plattform außeruniversitärer Zusammenarbeit. Anhand umfangreicher Archivbestände analysiere ich Akteur*innen, Strukturen, Themen und Ausschlüsse innerhalb der Vereinigung und untersuche die Bedeutung von Internationalisierung für die Beteiligten im Kontext des Kalten Krieges. Besonderes Augenmerk gilt der Definitionsmacht und Kanonbildung sowie bislang wenig beachteten NS-Kontinuitäten in der internationalen Selbstdarstellung der Theaterwissenschaft.

    Theresa Schwarzkopf ist Doktorandin am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Bern. Ihre Dissertation entsteht im SNF-/FWF-Forschungsprojekt „History of Theatre Studies – Swiss/Austrian Networks and Contexts“ unter der Leitung von Beate Hochholdinger-Reiterer (Universität Bern) und Birgit Peter (Universität Wien). Theresa studierte Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien und der Universität Leipzig.


  • Technik im Spiel. Zur Theatralität von Steuerungsvorgängen in Theatern des 19. Jahrhunderts und heute

    • Forscher*in: Jochen Lamb
    • Institution: Leibniz Universität Hannover
    • Betreuer*in(nen): Prof. Dr. Julia Stenzel

    Die Dissertation untersucht Steuerungs- und Regelungsvorgänge in der Bühnentechnik deutscher Stadttheater des langen 19. Jahrhunderts. Das Ziel der Arbeit ist es, das Verhältnis von Bühnentechnik, ihrem Gebrauch und theatralen Praktiken unter einer historiographischen Perspektive zu untersuchen und für zeitgenössische Theaterformen anschlussfähig zu machen. Dabei wird erforscht, mit welchen Mechanismen, Regeln und Infrastrukturen technische wie ästhetische Prozesse theatraler Praktiken gesteuert werden und entlang welcher Anforderungen sie sich herausbilden und entwickeln. Die Bedeutung technischer Entwicklungen für theatrale Praktiken kann derart nicht nur als Technikgeschichte beschrieben werden, sondern als Geschichte ihres Gebrauchs, die Perspektiven darauf eröffnet, wie Praktiken des Technikgebrauchs mit Praktiken theatraler Darstellungen verwoben sind, sich in gegenseitiger Bedingtheit entwickeln und wie sich das auf verschiedene Theaterbegriffe auswirkt. Unter der historiographischen Perspektive werden Steuerungsvorgänge, die sich durch die Verschränkungen von Praktiken und Technologien stetig neu formieren müssen, auf ihre Ordnungs- und Funktionsstrukturen innerhalb von Aufführungspraktiken hin untersucht. Ergänzt wird diese Perspektive durch punktuelle Analysen zum Umgang mit digitalen Technologien und Robotik in zeitgenössischem Figuren- und Objekttheater, welche eine weiterführende Untersuchung zeitgenössischer Theaterformen anschlussfähig macht.

    Jochen Lamb arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Seminar der Leibniz Universität Hannover. Er studierte Theaterwissenschaft und Philosophie in Mainz und Leipzig und war von 2018 bis 2024 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Film-, Theater-, Medien- und Kulturwissenschaft, Fach Theaterwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die Promotion wurde von 2021 bis 2025 von der Studienstiftung des deutschen Volkes mit einem Stipendium gefördert.


  • Die Erfindung des Gegenwartstheaters. Eine Wissensgeschichte des Theaters der 1970er Jahre

    • Forscher*in: Thekla Sophie Neuß
    • Institution: Freie Universität Berlin
    • Betreuer*in(nen): Prof. Dr. Jan Lazardzig

    Wie verschiedentlich argumentiert, werden Erfahrungsräume und Zeitpolitiken westlicher Gesellschaften seit den 1970er Jahren maßgeblich durch die Kategorie der Gegenwart strukturiert (u. a. Gumbrecht 2010; Sarasin 2021). Das Projekt nimmt in kritischer Auseinandersetzung mit solchen Diagnosen eine Historisierung des Konzepts „Gegenwartstheater“ vor, dem in der Theaterwissenschaft und für die künstlerische Praxis zwar ordnende Funktion zukommt, das bisher allerdings nicht auf seine historischen und normativen Gehalte befragt worden ist (vgl. zur „Gegenwartskunst“ Rebentisch 2013). Dafür werden wissensgeschichtlich aufschlussreiche Schauplätze fokussiert, auf denen Gegenwart für Theater und Theaterwissenschaft in der BRD zum zentralen Zeitregime avanciert (im Gegensatz bspw. zur „Tradition“ oder geschichtstheoretischen Teleologien): wie etwa wissenschaftstheoretische Diskurse und mediengeleitete Praktiken der Theaterwissenschaft in den 1970er Jahren, in denen „Rekonstruktion“ als maßgebliche Methode an Überzeugungskraft verliert. Oder aber internationale Festivals, deren kuratorisches Prinzip ausdrücklich auf das Zeigen eines globalen Gegenwartstheaters zielt, wie das 1979 zuerst stattfindende Theater der Nationen (ab 1981: Theater der Welt). Gegenwart wird dafür diskurs-, medien- und praxishistorisch in der BRD der 1970er Jahre verortet: Was wurde hier unter Gegenwart und Gegenwartstheater verstanden? Welche ästhetische, epistemische und politische Funktion hatte Gegenwart und wie wurde diese in der künstlerischen Praxis reflektiert, legitimiert oder in Frage gestellt? Wen und was schließen Gegenwartskonzepte in dieser Zeit ein oder aus? Gegenwart wird dabei nicht als gegeben und verfügbar, sondern als herstellungs- und legitimationsbedürftig verstanden. Das Projekt legt damit einen Fokus auf die medialen, institutionellen und politischen Bedingungen dieser Produktion.

    Thekla Sophie Neuß studierte Theaterwissenschaft und Religionswissenschaft in Berlin und Ljubljana. 2021 bis 2023 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Theaterwissenschaft der Freien Universität Berlin, seit 2022 koordiniert sie die interdisziplinäre Initiative „Akademisierung der Künste“ an der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.


  • Cooperation and Migration Networks of Theater Professionals in the 19th Century Habsburg Empire

    • Forscher*in: Jorit Jens Hopp
    • Institution: Ludwig-Maximilians Universität München
    • Betreuer*in(nen): Prof. Dr. Berenika Szymanski-Düll

    Oft als ein Alleinstellungsmerkmal des zeitgenössischen, globalisierten Zeitalters gesehen, prägte das Phänomen der (Massen)migration bereits das Europa des 19. Jahrhundert. Die Rolle von Migration für das Leben einzelner Theaterschaffender und der Institution Theater im 19. Jahrhundert ist hierbei noch weitgehend unerforscht. Als Part des ERC Projekts T-Migrants analysiere ich in meinem Promotionsprojekt die Migrationswege von Theaterschaffenden im Habsburgerreich des 19. Jahrhunderts. Ausgehend von Impulsen aus der Sozialgeographie, der historischen Migrations- und Netzwerkforschung liegt mein Fokus hierbei im Besonderen auf der Frage, inwieweit die Zusammenarbeit zwischen Theatern und nicht-einheimischen Künstler*innen über die Jahrzehnte stabile Kooperationsnetzwerke erzeugen und wie diese spätere Migrationen beeinflussen.

    Jorit Jens Hopp arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Promovierender im ERC Projekt T-MIGRANTS an der Ludwig-Maximilians Universität München. Neben seinem Interesse an Theater als einer gesellschaftlichen Institution liegt sein Arbeitsschwerpunkt primär in der Verbindung von Theaterwissenschaft und digitaler Methodik.


  • Vom sozialen Auftritt. Zum Problem bürgerlicher Sozialrollendarstellung im 18. Jahrhundert

    • Forscher*in: Torben Schleiner
    • Institution: Universität Leipzig
    • Betreuer*innen: Jun.-Prof. Dr. Ingo Rekatzky, Prof. em. Dr. Gerda Baumbach

    Das Dissertationsvorhaben befasst sich in transdisziplinärer Orientierung mit der Genese bürgerlicher Praktiken der Sozialrollendarstellung im protestantisch geprägten mitteldeutschen Raum des 18. Jahrhunderts. Aus theaterwissenschaftlicher, kultursoziologischer sowie historisch-anthropologischer Perspektive geht es der Frage nach, wie städtisch-gebildete Eliten neue Vorstellungen von adäquatem Auftreten in der sozialen Öffentlichkeit diskursiv legitimierten und praktisch zu vermitteln suchten: In Adaption wie Abgrenzung von höfischen Repräsentationsstrategien schuf man Grundlagen für bis heute in Geltung stehende Normative sozialen und künstlerischen Auftretens. Im Fokus steht der sich durchsetzende Anspruch der Wahrhaftigkeit, Unverstelltheit und Natürlichkeit an Habituspraktiken, die zwar erlernt und absichtsvoll eingesetzt werden, zum Reüssieren auf dem sozialen Parkett aber als ein Nicht-Schauspielen zu verschleiern waren.

    Torben Schleiner ist Doktorand und Lehrbeauftragter am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Leipzig. Sein Dissertationsvorhaben wird durch das Evangelische Studienwerk Villigst gefördert.


  • Politisches Theater und Straßenpolitik um 1968

    • Forscher*in: Judith Henrike Pieper
    • Institution: Freie Universität Berlin
    • Betreuer*in(nen): Prof. Dr. Matthias Warstat

    Das Projekt analysiert, an welchen Punkten zwischen künstlerischer Theaterpraxis und performativen Protestkulturen der politischen Bewegung nicht nur von einem Nebeneinander, sondern auch von wechselseitiger Intervention die Rede sein kann. Die auf der Straße sich entfalteten Protestformen in Frankreich, Deutschland und den USA waren von künstlerischen Avantgardebewegungen beeinflusst. Spannungen zwischen Kunstpraxis und Straßenprotesten konnten auch erwachsen, weil sich in Deutschland z.B. Botho Strauß und Peter Handke offen gegen ein aktivistisches, nicht-professionelles Straßentheater wendeten, dessen Interventionen ihnen ästhetisch schwach und deshalb auch politisch wirkungslos erschienen. Die Dissertation geht einem Krisenbewusstsein in Selbstzeugnissen und Korrespondenzen von Praktiker:innen aktivistischen Theaters nach. Am Berliner Beispiel wird analysiert, wie Straßenproteste und politische Aktionen in den performativen Künsten reflektiert und wie umgekehrt theatrale Darstellungsformen im Demonstrationsgeschehen wirksam wurden. Bewährte Verfahren der theaterhistoriographischen Quellenanalyse werden mit Methoden einer historisch ausgerichteten Protestforschung kombiniert.

    Judith Henrike Pieper ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Sonderforschungsbereich (SFB) 1512 „Intervenierende Künste“ an der Freien Universität Berlin.


  • Die diskrete Bühne des Betriebs: Der Bühnentechniker Friedrich Kranich und die Rationalisierung des Theaters in der Weimarer Republik

    • Forscher*in: Halvard Schommartz
    • Institution: Freie Universität Berlin/ Berliner Hochschule für Technik
    • Betreuer*in(nen): Prof. Dr. Jan Lazardzig, Prof. Dr.-Ing. Bri Newesely

    Das Dissertationsprojekt untersucht in wissensgeschichtlicher Perspektive den rationalisierten Theaterbetrieb der Weimarer Republik und macht ihn als eine diskrete agency des entstehenden öffentlichen Theaters nach der Abwicklung des Hoftheatersystems aus. Von bisherigen Theatergeschichten weitgehend unbeachtet, entwickelt sich vor dem Hintergrund der fortschreitenden Ökonomisierung des Theaters, dem zeitgenössischen Rationalisierungsdiskurs und der gesellschaftlichen Autorität der Ingenieursfigur eine Bühnentechnik, deren Erkenntnisinteresse und Praxis auf den rationalen Betrieb des Theaters zielt. Ausgehend vom Bühnentechniker Friedrich Kranich jr. (Hoftheater Schwerin, Städtische Bühnen Hannover, Festspielhaus Bayreuth) und dessen zum Standardwerk avancierten Publikation „Bühnentechnik der Gegenwart“ (1929, 1933) kann gezeigt werden, wie die betriebliche Praxis kulturchauvinistisch legitimiert und der gemeinnützige Betrieb des Theaters als Dienst an einem deutschen „Kulturwillen“ verstanden wurde. Orientiert am Primat der Rationalität wurde unter Ausschluss der antisemitisch diffamierten Geschäftstheater diskursiv (theaterbetriebswissenschaftliches Schriftwesen), praktisch (Betriebsorganisation) und materiell (Erweiterung und Umbau der gründerzeitlichen Theaterbausubstanz) ein öffentlicher Theaterbetrieb standardisiert, der bis heute die deutsche Theaterlandschaft prägt.

    Halvard Schommartz ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im DFG-geförderten Verbundprojekt „Theaterbauwissen. Epistemische Kontinuitäten und Brüche im Spiegel der Theaterbausammlung der Technischen Universität Berlin“. Die kooperative Promotion wird an der Freien Universität Berlin und der Berliner Hochschule für Technik durchgeführt.


  • Repräsentation von Arbeiter*innen am Wiener Vorstadttheater in der Mitte des 19. Jahrhunderts

    • Forscher*in: Lisa Niederwimmer
    • Institution: Universität Wien
    • Betreuer*in(nen): Ass.-Prof. Dr. Anke Charton, M.A.

    Vor dem Hintergrund der stetig wachsenden Zahl an (Industrie-)Arbeiter*innen Mitte des 19. Jahrhunderts untersucht das Dissertationsprojekt, wie diese zentrale historische Gruppe Marginalisierter an den Wiener Vorstadttheatern repräsentiert wurde. Dramaturgische Funktionen von Arbeiter*innen-Figuren oder Statist:innen, die ihnen zugestandenen Handlungsmöglichkeiten sowie Vorstellungen von Gemeinschaft und wie diese Zugehörigkeit oder Nicht-Zugehörigkeit markieren, stehen im Zentrum der Auseinandersetzung. Die Untersuchung gibt Einblick in Perspektiven, Erwartungshaltungen und Wahrnehmungsgewohnheiten diverser Akteur*innen, die in unterschiedlicher Ausprägung Anteil an der theatralen Repräsentation von Arbeiter*innen hatten. Ziel des Projekts ist es, Muster historischer Inklusions- und Exklusionspraxen anhand von Theater sowie dessen Beitrag zur Aufrechterhaltung hegemonialer Strukturen zu erkunden.

    Lisa Niederwimmer ist als Universitätsassistentin am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien tätig.


  • Die Behauptung künstlerischer Freiheit. Untersuchungen zur Theateröffentlichkeit in der Weimarer Republik

    • Forscher*in: Georg Molnar
    • Institution: Universität Wien
    • Betreuer*in(nen): Prof. Dr. Stefan Hulfeld

    Das Projekt erforscht Einschränkungen der verfassungsmäßig garantierten, künstlerischen Freiheiten an den Theatern in Frankfurt am Main, München und Berlin 1918–1933. An der Schnittstelle von Politik, Gesellschaft und Kultur fungierten Theater als Vermittlungsinstanzen und Austragungsort soziopolitischer Kämpfe. Akteure wie Parteien, Behörden, Medien oder private Vereine hatten je unterschiedliche Perspektiven auf Theater. Diese bildeten in Bezug auf die selbst als Akteure handelnden Theater die Theateröffentlichkeit. In den sich voneinander stark unterscheidenden drei Städten war sie je anders ausgestaltet und entfaltete unterschiedliche Dynamiken. Diese werden anhand von Theaterproduktionen, an denen sich Konfliktlinien etwa um öffentliche Sexualmoral oder politisches Bewusstsein entzündeten, exemplarisch mithilfe von Archivmaterial untersucht.

    Georg Molnar ist Doktorand am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien.